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IBA '99 - Finale
> Das Programm - Finale '99
Um diese riesige Umbauleistung zu dokumentieren, gab es zum Abschluß der
IBA zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen. Ungewöhnliche Präsentationen
erzeugten ein ganz neues Bild von der Region im Wandel und zeigten selbstbewusst,
wie sich das Revier zu einer der spannendsten Regionen in Deutschland
mauserte.
In vier zentralen Ausstellungen spiegelte sich die Bandbreite
der IBA Emscher Park wider. Vier themenspezifische Routen laden auch über
das Abschlussjahr hinaus zum Vertiefen ein. Daneben fanden an zahlreichen
Projekten weitere Veranstaltungen statt.
Die vier zentralen Ausstellungen:
"Das Finale"
war die zentrale Ausstellung zum Abschluß der Internationalen Bauausstellung
Emscher Park. Sie informierte über die wichtigsten Ergebnisse und zog
Bilanz. Die zentrale Ausstellung sollte auch dazu motivieren, sich die
mehr als 100 Projekte, verstreut über 17 Städte, an Ort und Stelle anzusehen.
"Das Finale" wurde in der gigantischen Kraftzentrale im Landschaftspark
in Duisburg-Meiderich gezeigt.
"Christo und Jeanne-Claude Im Gasometer"
"The
Wall", ein neues Werk des berühmten Künstlerpaars hat zum ersten
Mal die überwältigende Raumhülle des Gasometers Oberhausen in eine neue
Dimension befördert. Das Kunstwerk bestand aus 13.000 Ölfässern, gestapelt
zu einer Wand von 25 Metern Höhe, den Gasometer auf dem gesamten Durchmesser
diametral durchschneidend. In der Ebene unter der ehemaligen Gasdruckscheibe
fand die Premierenausstellungen der beiden großen Dokumentationen zu den
Projekten "Verhüllter Reichstag, Berlin, 1971 - 1995" und "Die
Schirme", Japan - U.S.A., 1984 1991" statt.
Sonne, Mond und Sterne
Die Ausstellung zur Geschichte der Energie wurde in einer bislang noch
verbotenen Stadt gezeigt: der gigantischen Anlage der 1993 stillgelegten
Kokerei Zollverein, einem symbolträchtigen Ort für ein solches Projekt,
war sie doch schließlich eine der größten Energieumwandlungsmaschinen
der Welt. "Sonne,
Mond und Sterne" hat das Thema Energie in seinen kultur- und
naturwissenschaftlichen Spannweiten ausgemessen. Der Ort war Programm:
Die Kokerei erlaubt in ihrem Inneren - in den Öfen, Kohlentürmen und Kellergewölben
- die Einrichtung eines Labyrinths, in dem eine Bilderfolge von Nutz-
und Sehnsuchtsformen der Energie entrollt wurde.
"Kunst setzt Zeichen"
Während das Gesicht anderer Regionen durch Kirchen, Schlösser, historische
Stadtzentren, Berge, Flüsse, bestimmt ist, wird das Ruhrgebiet durch die
Landmarken der Industriekultur geprägt: Halden, Fördertürme, Hüttenwerke,
Schornsteine, Gasometer. Bedeutende Künstler haben in den letzten Jahren
im Rahmen der IBA diesen Landmarken eine künstlerische Gestalt gegeben,
die diese Zeugnisse der Industriekultur bewahren und zugleich als Zeichen
und Orte des gesellschaftlichen Wandels erlebbar machen. Die Ausstellung
"Landmarkenkunst" im Schloß Oberhausen hat Menschen auf vielfältige
Weise informiert, angeregt, bewegt, die künstlerisch gestalteten Landmarken
an ihren originalen Standorten zu erleben.
Die vier Routen:
Die "Route der Industriekultur"
Die Erschließung des industriekulturellen Potentials für Freizeit wird
die Route
der Industriekultur als dauerhafte Einrichtung leisten. Sie stellt
das industriekulturelle Erbe als unverwechselbares Markenzeichen der Region
in den Mittelpunkt und erschließt als leicht merk- und vermarktbares Produkt
den Kernbereich dieses neuen touristischen Profils. 19 herausragende Orte
der Industriekultur sind die Knoten im Netzwerk und lassen sich über die
Route "erfahren". Besucherzentren sind auf den Zechen Zollern
II/IV in Dortmund und Zollverein XII in Essen sowie im Landschaftspark
Duisburg-Nord eingerichtet worden.
Die "Route der Industrienatur"
Die Industrielandschaft ist ein Wirrwarr aus unterschiedlichsten Siedlungsstrukturen,
durchmischt mit Resten der vorindustriellen Landschaft, zerschnitten von
der Verkehrsinfrastruktur einer Agglomeration. Inmitten des Chaos liegen
die unmittelbaren Produkte der "industriellen Landschaftsgestaltung",
wie beispielsweise die Industriebrachen und Bergehalden. Wie andere Kulturlandschaften
auch, hat die Industrielandschaft eine charakteristische Ausstattung von
Lebensräumen mit der dazugehörigen Pflanzen- und Tierwelt. Der Emscher
Park Radweg ist so markiert, daß man diese Flächen leicht findet. An den
Ankerpunkten und Pflegestationen gibt es vertiefende Informationen und
markierte Rundwege
zur Industrienatur.
Die "Route der Landmarkenkunst"
Vielen bedeutenden zeitgenössischen Künstlern bot sich innerhalb des IBA-Projektes
erstmalig die Möglichkeit, im Zusammenwirken mit Landschaftsgestaltern,
Stadtplanern und Ingenieuren mit ihrer schöpferischen Arbeit den Emscher
Landschaftspark zu gestalten, sie sind eingebunden in die einzigartige
ökologisch-ökonomische Umgestaltung einer postindustriellen Landschaft.
Die Route
zur Landmarkenkunst hat ihren Ausgangspunkt am Schloß Oberhausen.
Von hier aus gibt es ein breites Informations- und Touringangebot für
vielfältige Reisen zu den einzigartigen originalen Landmarken der Region.
Die "Route der Architektur"
ist eine Hilfe, eine Übersicht über die Typologie der verschiedenen gestalterischen
Lösungen im Rahmen der IBA. Diese Route
erfährt man am besten mit dem Katalog der IBA-Projekte in der Hand (erscheint
demnächst) und der Radwegwanderkarte für den IBA-Radweg.
© IBA
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